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Psychologie der Erwachsenenerziehung

Die Psychologie der Kindererziehung basiert auf einer entscheidenden Annahme: Um ein Kind gut zu erziehen, muss man zuerst sich selbst „erziehen". Das bedeutet, dass man sich zuerst seiner eigenen Unvollkommenheiten bewusst werden muss.

Jeder Erwachsene trägt bestimmte Eigenschaften in sich, die als milde Formen von Persönlichkeitsstörungen angesehen werden können - z.B. übermäßige Kontrolle, Angst, Bedürfnis nach Anerkennung oder Schwierigkeiten bei der Emotionsregulierung. Sie sind nicht bei allen in gleichem Maße ausgeprägt, aber sie beeinflussen die Art und Weise, wie wir reagieren. Wenn sie unbewusst bleiben, übertragen wir sie automatisch auf das Kind.

Der Erziehungsprozess wird oft zu einem unbewussten „Klonen von sich selbst". Das Kind übernimmt nicht nur Werte und Verhaltensweisen, sondern auch unsere Ängste, Denkschemata und Emotionsregulierungsmechanismen. Wir wiederholen das, was wir selbst erlebt haben - auch wenn es für uns schwierig war.

Bewusste Elternschaft besteht darin, diesen Mechanismus zu stoppen. Wichtig ist:

Erst dann hört die Erziehung auf, ein Wiederholen von Fehlern zu sein, und wird zu einem Entwicklungsprozess - sowohl für das Kind als auch für den Erwachsenen.

Psychologie der Kindererziehung